hapag1.htm
MS "Stuttgart" (HAPAG)

Zu den Patenschiffen der Landeshauptstadt Stuttgart gehörte u.a. auch der Motorfrachter Stuttgart der Hamburg-Amerika Linie (HAPAG). Am 2.8.1953 lief das Schiff zu seiner Jungfernfahrt nach Mittelamerika und Westküste-Südamerika aus. MS "Stuttgart" war überwiegend im Liniendienst nach Südamerika beschäftigt. Nach einem langen Schiffsleben wurde das Schiff im August 1980 in Kaohsiung-Taiwan abgewrackt. Ich tat über zwei Jahre auf diesem Schiff meinen Dienst als Bordelektriker und möchte über diese Zeit erzählen.

Während eines Urlaubs bekam ich von der Reederei HAPAG ein Telegramm. Ich mußte sofort auf MS "Stuttgart" einsteigen. Das Schiff verkehrte weiterhin im Liniendienst Westküste-Südamerika, der Fahrplan wurde aber kurzfristig geändert. MS "Stuttgart" sollte eine Reise zur USA-Westküste antreten. Ein Schiff der Reederei in diesem Fahrplan war ausgefallen und so traten wir am 12.Dezember von Hamburg ausgehend die Reise an.

Zuvor wurden auf dem Vorschiff an Steuerbord- und Backbordseite Eisenbahnschienen an Deck verschweißt. Auf den Schienen wurden zwei komplette Eisenbahnzüge für die Kubanische Eisenbahn verladen und festgezurrt. Zum Schutze gegen die in dieser Jahreszeit eventuell übergehenden Seen, wurden die Fenster der Waggons mit dicken Holzbohlen gesichert. Im Nordatlantik gerieten wir in schweres Wetter und ein Teil der Eisenbahnzüge wurde schwer beschädigt.

Als MS "Stuttgart" am 30.12.1958 in Havanna auf Reede zu Anker ging, fand auf der Insel eine Revolution statt. Fiedel Castro hatte im Süden der Insel bereits die Macht an sich gerissen und marschierte mit seiner Armee auf die Hauptstadt Havanna zu.

Am Abend des 31.12.1958 ging ich zusammen mit einigen Fahrgästen und Besatzungsmitgliedern an Land. Wir wollten das berühmt-berüchtigte Theatro Schanghai besuchen. Um Mitternacht fielen in der Stadt die ersten Schüsse. Wir begaben uns schleunigst mit einer Barkasse auf das zu Anker liegende Schiff zurück. In dieser Stunde marschierten die Revolutiontruppen unter dem Kommando Che Gevara in die Stadt Havanna ein.

Unser Kapitän Herr Gewandt, hatte Order von der Reederei erhalten, sofort auszulaufen und den Hafen Kingston/Jamaika anzulaufen. Dort wurden die Eisenbahnzüge, die eigentlich für Kuba bestimmt waren, gelöscht. Wie uns erst später bekannt wurde, ließen die neuen Herrscher in der Hafeneinfahrt zwei Frachtschiffe zur Blockade versenken; wir hatten großes Glück gehabt.
 
Im Panama-Kanal begegnen sich die Schwesterschiffe MS "Stuttgart" und MS "Kassel". 
Foto: J. Goeman

Am 5.Januar 1959 passierten wir den Panamakanal und erreichten am 13.1.1960 Los Angeles. Nach Bedienung einiger Häfen  an der Westküste erreichten wir den Hafen Portland. Hier verließ uns unser Fahrgast Dr. Frahm mit seiner Familie. Während der Reise von Hamburg nach Portland hatte ich mich mit dieser netten Familie gut angefreundet. Besonders die Tochter Julia hatte mich sehr beeindruckt. Auf der Überfahrt kam Dr. Frahm häufig in meine Kammer. Ich besaß einen Kurzwellenempfänger und Dr. Frahm interessierte sich sehr für sportliche Ereignisse in seiner Heimat USA. In Portland wurde ich von Dr.Frahm in sein Haus eingeladen. Das Anwesen lag in einem riesigen Park, die Zufahrt führte über eine Wallnuß-Baumallee zum Grundstück. Bei Dr. Frahm konnte ich eine Farb-TV-Sendung erleben, ein Novum in dieser Zeit.

Nach einer längeren Hafenliegezeit führte die Reise weiter nach Vancouver/Kanada. Hier besuchte ich u.a. ein Kino. Es lief der Film "Der alte Mann und das Meer". Eine Uraufführung in Kanada 1960.

In Vancouver/Kanada übernahmen wir eine Ladung Edelhölzer, und auf der Heimreise klapperten wir die gesamte Westküste ab. Der letzte Hafen war Corinto/Nicaragua. Am 21.2. durchfuhren wir den Panamakanal und am 24.2.trafen wir in Curacao ein.
Auf dieser Antilleninsel wurde noch einmal gebunkert. Die weitere Heimreise verlief ohne besondere Vorkommnisse.
 
 

MS "Stuttgart" übernimmt eine Ladung Kupferbarren in Matarani-Peru. Foto:J.Goeman.

Der Ladungsoffizier überwacht die Beladung des Schiffes. Foto:J.Goeman.

Die nächste Reise mit MS "Stuttgart" führte wieder zur Westküste Südamerikas. Diesmal hatten wir eine besonders interessante Ladung.

Auf dem Achterdeck wurde Zuchtvieh aus Schleswig-Holstein verladen. Während der Reise hatte die Besatzung stets frische Milch und es wurden auch Kälber an Bord geboren. Leider war eine Kuh an Bord verendet und mußte am Äquator den Haifischen überlassen werden.
 
 
Auf Reede vor Colon wird ein mächtiger Haifisch gefangen. 
Der Fisch liegt ausgenommen an Deck. 
Foto:J.Goeman.

In Valparaiso hatte ich 1956 zufällig einen Landsmann von mir kennengelernt. Während eines Landgangs kehrte ich u.a. auch in die Hafenbar "Bambi" ein. Der Besitzer war "DON OTTO". Otto Haak kam aus Otterndorf. Im Jahre 1914 wurde es Otto in Otterndorf zu eng und er büxte von zu Hause aus. In Hamburg musterte er auf einem Segelschiff als Moses an und versegelte nach Chile. Bei Ausbruch des Krieges 1914 wurde das Schiff beschlagnahmt und die Besatzung interniert. So mußte Otto bis zum Ende des Krieges als Internierter in Chile leben. Nach dem Kriege verblieb er im Lande, heiratete eine chilenische Frau und wurde Bürger des Landes. Otto hatte in Chile ein abenteuerliches Leben. Später kaufte er in der Hafenstadt Valparaiso die Hafenbar "Bambi".
Ich hatte einen väterlichen Freund gefunden. Die wirtschaftliche Lage war in Chile zu jener Zeit sehr schlecht und so versorgte ich meinen Freund mit einigen Konsumgütern.

Dafür zeigte sich "Don Otto" auch mir gegenüber sehr großzügig. Während meines Aufenthaltes in Valparaiso konnte ich von seiner Gastfreundschaft zehren. Die Hafenbar "Bambi" war eine Art Varieté, hier traten Künstlerinnen und Künstler des Landes auf. Und wenn auf der Empore die Musiker aufspielten, dann riß es jeden Besucher förmlich aus dem Sitz.

In Talcahuano, einem südlich gelegenen Hafen des Landes, hatte unser Kapitän die Schiffsagentur zu einer Party an Bord eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wurden viele Kontakte geknüpft. So erfuhr ich von einem Gast, daß in der näheren Umgebung von Talcahuano ein deutscher Exportkaufmann aus Norddeutschland leben würde: Hans-Henning von Borries.

Hans-Henning von Borries kannte ich aus meiner Jugendzeit in Otterndorf, schnell wurde eine Verbindung hergestellt. Hans-Henning war ein begeisterter Sportflieger und er lud mich sofort zu einem Rundflug mit einer Sportmaschine ein. Unser Ltd. Ingenieur hatte keine Einwände, und so starteten wir auf einer Graspiste zu einem Rundflug über die nähere Region. Der 3.Ing. und der 4.Ing. waren mit von diesem schönen Erlebnis.

Interessant waren manchmal auch die verschifften Ladungsgüter. Auf einer unserer Reisen hatten wir einen ganzen Zoo aufgenommen. Oder es wurde eine komplette Zementfabrik verschlifft und in einem Reedehafen an der peruanischen Küste mit eigenem Geschirr gelöscht. Und dann wurde ein Verstorbener in einem Zinksarg in der Postkammer zurück in die Heimat übergeführt.

In San Antonia/Chile kaufte ich für meine Familie Bienenhonig und Rotwein ein, hier gab es vorzügliche Qualitäten. Gold- und Silberwaren konnten in Lima preiswert erworben werden.

MS "Stuttgart" war zu meiner zweiten Heimat geworden, aber ich mußte meinen fälligen Jahresurlaub nehmen.
Und so mußte ich am 9.12.1959 leider von diesem Schiff abmustern.
 

MS "Weissenburg", ein Schiff der Hamburg-Amerika Linie Hamburg. (HAPAG)
Zum Unterkapitel: Blinde Passagiere an Bord!

Am 8.September 1953 beginnt mit dem Stapellauf der Baunummer 462 die Geschichte des Schiffes, das den Namen der bayerischen Patenstadt tragen sollte.

Stapellauf der "MS Weissenburg" am 08.09.1953 in Lübeck

Die auf der Bauwerft Orenstein und Koppel in Lübeck gebaute "Weissenburg" war einer der ersten Neubauten der HAPAG nach dem Kriege. Es handelte sich dabei um ein Frachtschiff mit Passagiereinrichtung für 12 Personen. (Brandenburg-Klasse) Das 2818 BRT große Schiff hatte eine Länge von 110,4 m und eine Breite von 14,9 m. Die 3600 PS starke Maschine erlaubte eine Dienstgeschwindigkeit von 15 Knoten.

MS "Weissenburg" auf dem Elbrevier. Foto : HAPAG

Die Namensgebung des Schiffes war der Wunsch des damaligen HAPAG-Direktor  Emil Kipfmüller, ein Sohn der Bayerischen Stadt Weissenburg. Emil Kipfmüller war wahrscheinlich der letzte Repräsentant der berühmten Ballin-Ära, er verstarb am 6.November 1977 in Hamburg.

Nachdem alle Probefahrten und Ausrüstungsarbeiten erfolgreich beendet waren, ging MS "Weissenburg" am 12.Dezember 1953 unter Kapitän Frömke auf ihre Jungfernfahrt.

Ich musterte im Jahre 1957 auf diesem schmucken Schiff an. Während meiner Dienstzeit waren die Kapitäne Off und Weiß die Schiffsführer.

Nach mehr als 40 Jahren erinnere ich mich noch sehr gerne an meine Dienstzeit auf MS "Weissenburg", an die Zeit der konventionellen christlichen Seefahrt.

Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen möchte ich über ein nicht alltägliches Geschehen im Bordbetrieb berichten.

Blinde Passagiere an Bord!

Als am Sonntag des 6ten Oktober 1957 das Motorschiff der Hamburg-Amerika Linie MS "Weissenburg" gegen 13 Uhr den Heimathafen zur Ausreise nach Westindien verließ, ahnte unser Kapitän Jonny Off noch nichts davon, welche unangenehmen Probleme auf dieser Reise bevorstehen würden.

Zunächst verlief alles ganz normal, MS "Weissenburg" bediente auf der Ausreise die Häfen Bremen und Antwerpen, außer Nebel in der Nordsee gab es keine besonderen Vorkommnisse. Am 14.Oktober 1957 lief der Frachter bei starken Nebelfeldern mit Kurs Westindien aus.

Der erste anzulaufende Hafen war Ciudad Trujillo. Ich fuhr als Bordelektriker auf der "Weissenburg" und meine Aufgabe war es, für einen störungsfreien Betrieb der elektrischen Anlage zu sorgen. Unser Chief war Herr Jessen und der 2.Ingenieur Herr Stephan Kwiasowski. An Bord des Schiffes herrschte ein gutes Betriebsklima und einige Besatzungsmitglieder fuhren schon sehr lange auf diesem Schiff.

Nachdem wir die Azoreninseln passiert hatten, begann ich mit den Wartungsarbeiten an den Ladewinden. Die Ladewinden mußten in den Häfen der Karibik Schwerstarbeit leisten, ein Ausfall der Ladewinden würde der Reederei viel Zeit und Geld kosten.
Ich begann bei meinen Wartungsarbeiten an den Kontrollern, Motoren und Bremsen, diese Überprüfung mußte bei der Aus- und Heimreise mit großer Sorgfalt erfolgen. Als ich bei ruhiger See auf dem Windenhaus des Laderaumes 1 einen Kontroller geöffnet hatte, hörte ich im Vorschiff unter der Back plötzlich Klopfgeräusche. Weil die See fast spiegelglatt war und auf dem Vorschiff außer mir kein Besatzungsmitglied anwesend war, kam mir die Sache verdächtig vor.

Die Klopfgeräusche wurden heftiger und ich eilte in die Mannschaftsmesse. Dort informierte ich unseren Bootsmann über meine Wahrnehmung. Der Bootsmann wollte mir zunächst keinen Glauben schenken, kam dann aber doch mit mir auf das Vorschiff. Als er sich persönlich von den Klopfgeräuschen überzeugt hatte, ließ er die Chemielast unter der Back öffnen. Aus dem Schott kamen drei erbärmlich aussehende menschliche Gestalten.

Die Leute flehten uns in spanischer Sprache an und baten um Trinkwasser. Mit meinen wenigen spanischen Sprachkenntnissen versuchte ich diese in Not geratenen Menschen zu beruhigen und nahm ihnen die Angst. Wir brachten die Leute zum Kapitän.

Jonny Off, ein besonnener Vorgesetzter war sehr wütend und schimpfte in seinem "Finkenwerder Platt". So etwas hatte unser Kapitän während seiner langen Fahrenszeit noch nicht erlebt.

Nun wußte ich zunächst noch nicht was uns mit diesen "Blinden Passagieren" für ein Ärgernis bevorstehen würde.

Ich setzte meine Arbeit auf dem Windenhaus fort.
Nachdem die ungewollten Gäste sich selbst und ihr Quartier von ihren Hinterlassenschaften gereinigt hatten, bezogen sie das Ladebüro auf dem Achterschiff als neue Wohnstätte.

Die Spanier hatten in Belgien in einem Bergwerk gearbeitet und wollten nach Mittelamerika auswandern. Sie schlichen sich während der Dunkelheit auf unser Schiff und versteckten sich in der noch unverschlossenen Chemielast unter der Back. Die Hitze, der Gestank, Hunger und Durst hatten die ungewollten Gäste zur Aufgabe bewogen.

Die Gäste hatten es bei uns an Bord recht gut, sie wurden gut verpflegt; aus Sicherheitsgründen wurde das Ladekontor während der Nachtzeit allerdings verschlossen. Der Bootsmann beschäftigte die Leute mit Deckspflegearbeiten.

Das Problem begann allerdings am 28.10. MS "Weissenburg" hatte inzwischen den ersten Hafen der Ausreise erreicht. Die Hafenpolizei von Ciudad Trujillo holte diese armen Menschen von Bord und dort wurden sie in einem Gefängnis untergebracht. Als wir am nächsten Tage wieder ausliefen, wurden sie zuvor wieder an Bord gebracht. So ging es weiter fort in La Guayra, Puerto Cabello, Maracaibo, Cartagena, Barranquilla, Port Limon und Puorto  Plata.

Inzwischen hatte die gesamte Besatzung des Schiffes tiefes Mitleid mit unseren "Blinden", denn ein Gefängnis in Mittelamerika ist wahrlich keine Erholungsanstalt. Auch unser gutmütiger Kapitän muß wohl sehr erschüttert gewesen sein.

Unser letzter Hafen vor der  Heimreise war Porto Cabezas Nicaragua, den wir während der Nachtzeit erreichten. Es herrschte ein fürchterliches Gewitter und der Tropenregen prasselte hernieder. Die Hafenpolizei war aus diesem Grunde noch nicht zur Einklarierung an Bord gekommen.

Wer die Tür des Ladekontors geöffnet hat ist niemals eindeutig  geklärt worden, die jungen Spanier hatten jedenfalls längst den Weg an Land  und in die ersehnte Freiheit gefunden.
  Nachwort!

Mit Ausgang der 60 er Jahre ging die Ära der konventionellen Zeit der Handelsschifffahrt stetig dem Ende entgegen. Die Großreedereien wie beispielsweise die HAPAG und der Lloyd
stellten ihre Liniendienste auf Containerschiffe um.
Der Marineschriftsteller Arnold Kludas, hat die Zeit der konventionellen Seeschifffahrt in seinem Bildband "DAMALS AUF DER UNTERELBE" sehr eindrucksvoll festgehalten (Verlag Gert Uwe Dettlefsen). Dieser Bildband zeigt die ganze Vielfalt der konventionellen Schifffahrt.

Heute passieren auf dem Elbstrom zumeist eckige Transportfahrzeuge den Strom, mit kantigen Aufbauten und Schornsteinen.

Die letzte Epoche der konventionellen Handelsschifffahrt durfte ich glücklicherweise noch als Seefahrer miterleben und möchte davon aus meinen Tagebuchaufzeichnungen berichten.

Nach meinem Urlaub tat ich wieder Dienst auf den Schiffen "Tübingen" und "Marburg"
 
 

MS "Tübingen" auf dem Revier in Philadelphia-USA.
Das schnittige Schiff war in den USA ein gern
gesehener Botschafter. Foto: J.Goeman.








MS "Marburg" wurde im Jahre 1958 In Dienst gestellt und verkehrte im Liniendienst nach Mittel- und Südamerika.
 
 

MS "Marburg" liegt in Nuevitas-Kuba an der Ladepier und übernimmt eine Ladung Rohzucker für die Sowjetunion. Foto:J.Goeman.
 
 
 

Während einer Heimreise von der Zuckerinsel Cuba hatte "Marburg" eine Ladung Rohzucker für Leningrad-Sowjetuniom geladen. Nachdem die Ladung in Leningrad gelöscht war, übernahm das Schiff eine Ladung Getreide für die DDR. Kurz nach dem Auslaufen gerieten wir unter Lotsenbegleitung auf dem Revier in ein starkes Nebelgebiet, der Lotse ließ aus Sicherheitsgründen Ankerfallen. Weil das Schiff noch zu viel Fahrt voraus machte und der Fluss zu flach war, lief das beladene Schiff über seinen eigenen Anker und schlitzte den Schiffsboden auf. Glücklicherweise wurde der Schiffsboden im Bereich einer Tanksektion beschädigt und das Seewasser strömte in einen Schweröltank. Durch den Wasserdruck trat das Öl aus einem geöffneten Peilrohr aus und strömte auf ein Abgasrohr des Hilfsdiesels. Durch das beherrschte Verhalten der Manöverwache konnte ein Brand verhindert werden. Mit starker Schlagseite setzten wir die Reise fort und löschten in den Bestimmungshäfen Wismar und Rostock die Getreideladung. Im Otober 1960 lief "Marburg" in seinem Heimathafen ein und wurde sofort bei Blohm & Voss eingedockt.